Machen Festgeldkonten als Anlageform für den Nachwuchs Sinn?

Wird das eigene Kind erwachsen, so will man natürlich auch finanziell zur Seite stehen, wenn es um den Führerschein geht, das erste eigene Zuhause oder auch um eine spezielle Ausbildung. Da mitunter Kosten im drei- bis sogar vier- oder auch fünfstelligen Bereich anfallen können, die man in der Regel nicht mit den laufenden Monatseinnahmen decken kann, sollte man also recht früh Geld auf die Seite legen. Doch sind die klassischen Sparformen, so beispielsweise das Sparbuch oder auch das Festgeldkonto, überhaupt noch empfehlenswert?

Eltern müssen vorsichtig sein: Inflation frisst in der Regel das Ersparte auf

Berücksichtigt man zuerst einmal die aktuellen Zinssätze, so steht relativ schnell fest, dass ein Sparbuch oder ein Festgeldkonto nie für den gewinnbringenden Vermögensaufbau empfohlen werden kann. Aktuell belaufen sich die Zinssätze für ein Festgeldkonto mit einer mehrjährigen Laufzeit zwischen 1,0 Prozent 1,25 Prozent. Vergleicht man die aktuellen Zinssätze mit der Inflation, so wird schnell klar, dass der reale Geldwertverlust also vorprogrammiert ist. Noch schlimmer ist es um die Tagesgeldkonten wie auch um die Sparbücher bestellt - hier liegen die Zinssätze sogar bei weit unter 1,0 Prozent.

Sollte man das Geld für den Nachwuchs in Aktien stecken?

Will man für seinen Nachwuchs Geld ansparen, so muss man sich nach Alternativen umsehen. Jene Produkte, die als traditionell und sicher gelten, sind nicht mehr gewinnbringend - wer ein langfristiges Sparziel verfolgt, der sollte von derartigen Veranlagungen unbedingt die Finger lassen. Empfehlenswert sind beispielsweise Aktien - so bieten einige Broker auch ein Depot für Minderjährige an, sodass die Eltern als Vermögensverwalter gewinnbringend investieren können. Will man jedoch einen bestimmten Betrag für ein bis drei Jahre anlegen, so kann das Festgeld aber durchaus eine interessante Variante sein.

Wann man sich für das Festgeld entscheiden sollte

Wird von Seiten der Bank eine Mindestanlage vorgeschrieben, so ist im Vorfeld erst einmal zu überprüfen, ob diese auch zur Verfügung gestellt werden kann. Nur dann, wenn man sich zu 100 Prozent sicher ist, auf den Betrag für die gewählte Laufzeit verzichten zu können, sollte man sich für die Variante Festgeld entscheiden. Ein Zugriff während der Laufzeit ist nämlich nicht möglich. Wer unsicher ist, sollte also entweder die Laufzeit verkürzen oder den zu veranlagenden Betrag senken.